6. Mai 2025
Wie HOLY innerhalb von 4 Jahren den Massenmarkt erobert und 60 Millionen Euro Umsatz geknackt hat
Über diese Episode
In nur vier Jahren ist HOLY von einer Idee zu einer internationalen Direct-to-Consumer-Marke mit über 60 Millionen Euro Umsatz gewachsen. Mitgründer Mathias Horsch zeigt im Unicorn Bakery Podcast, wie das Startup eine loyale Fanbase von Hunderttausenden aufgebaut und den Massenmarkt erobert hat.
Von Gaming-Energy-Drinks zur Better-for-You-Softdrink-Marke
HOLY startete als pulverbasierter Gaming-Energy-Drink und entwickelte sich schnell zu einer breiteren Softdrink-Alternative. Der Schlüssel zum Start? "Naivität" und schnelles Handeln, wie Horsch erklärt. Statt monatelang zu planen, brachten die Gründer ihr Produkt schnell an den Markt und lernten durch direktes Kundenfeedback.
Heute positioniert sich HOLY als internationale Better-for-You-Softdrink-Marke, die gesündere Alternativen zu herkömmlichen Softdrinks anbietet. Das Produktportfolio umfasst mittlerweile Energy-Drinks, Hydration-Getränke und Eistee – eine strategische Erweiterung, um neue Zielgruppen zu erschließen.
Die drei Wachstumshebel: Internationalisierung, Distribution und Produktexpansion
Horsch identifiziert drei zentrale Hebel für HOLYs Wachstum:
Internationalisierung: HOLY erschloss früh internationale Märkte wie Frankreich und Großbritannien. Dieser Schritt ermöglichte es dem Unternehmen, nicht nur den deutschen Markt zu bedienen, sondern europaweit zu skalieren.
Distribution: Der Weg führte vom reinen Direct-to-Consumer-Geschäft zum strategischen Einstieg in den Handel. Während das Online-Geschäft die Basis bildete, öffnet der Retail-Bereich neue Wachstumsmöglichkeiten und erhöht die Markenbekanntheit.
Produktexpansion: Durch die Erweiterung von Energy-Drinks auf Hydration und Eistee konnte HOLY seine Zielgruppe deutlich verbreitern und neue Anwendungsfälle erschließen.
Community Building als Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Baustein von HOLYs Erfolg ist das authentische Community Building. Das Unternehmen setzt auf kreative Test-Programme und arbeitet intensiv mit Mikro-Influencern zusammen. Diese Strategie schafft eine loyale Fangemeinde, die das Produkt authentisch weiterempfiehlt.
Der direkte Kundenkontakt steht dabei im Mittelpunkt. HOLY pflegt eine enge Beziehung zu seiner Community und nutzt deren Feedback für die Produktentwicklung. Authentizität ist dabei entscheidend – die Marke vermeidet Marketingfloskeln und kommuniziert auf Augenhöhe mit ihren Kunden.
Effiziente Skalierung mit schlanker Struktur
Beeindruckend ist HOLYs Effizienz: Mit nur 50 Mitarbeitenden erzielt das Unternehmen über eine Million Euro Umsatz pro Person. Diese Effizienz erreicht HOLY durch einen klaren Fokus auf die eigenen Kernkompetenzen.
Statt alles selbst zu machen, setzt das Unternehmen auf strategische Partnerschaften für Produktion und Logistik. Dieser Ansatz hält HOLY schlank und skalierbar, während sich das interne Team auf Markenaufbau, Produktentwicklung und Kundenbindung konzentrieren kann.
Profitabilität und Unit Economics im Fokus
Ein zentrales Thema des Gesprächs sind die Unit Economics und Customer Acquisition Costs. Horsch betont, wie wichtig es war, früh profitable Unit Economics zu entwickeln und gesunde Retention Rates aufzubauen. Diese Kennzahlen bildeten die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.
Die Herausforderung lag darin, das richtige Gleichgewicht zwischen Wachstum und Profitabilität zu finden. HOLY löste dies durch efiziente Kundenakquise-Kanäle und einen starken Fokus auf Kundenbindung.
Die Zukunft: Retail-Expansion und innovative Kampagnen
Für die Zukunft plant HOLY, den Einstieg in den Handel weiter zu skalieren, während gleichzeitig die Online-Community ausgebaut wird. Brand-Marketing, Sampling-Aktionen und innovative Kampagnen wie "Seven vs. Wild" sollen die nächste Wachstumsphase prägen.
Die Herausforderung im Retail liegt in der veränderten Dynamik: Während Online-Kunden direkt erreicht werden können, erfordert der Handel neue Strategien für Markenbekanntheit und Produktprobezeit.
Learnings für Gründer
Horschs wichtigste Erkenntnisse für angehende Gründer:
- –Schnell starten: Naivität kann ein Vorteil sein – perfekte Planung ist weniger wichtig als schnelles Handeln
- –Community first: Authentische Beziehungen zu Kunden sind wertvoller als klassische Werbung
- –Fokus bewahren: Partnerschaften für Non-Core-Bereiche ermöglichen schlankes Wachstum
- –Kennzahlen im Blick: Profitabile Unit Economics sind die Basis für nachhaltiges Wachstum
HOLYs Erfolgsgeschichte zeigt, wie eine klare Vision, authentisches Community Building und effiziente Skalierung ein Startup in nur vier Jahren zum Marktführer machen können.
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