13. April 2026
Sven Lackinger von Sastrify: Vom erfolgreichen Exit zum 7-Millionen-Dollar-Funding
Über diese Episode
Sven Lackinger kennt sowohl die Höhen als auch die Herausforderungen des Gründerlebens. Als einer der beiden Gründer von Sastrify hat er bereits seinen zweiten unternehmerischen Erfolg geschaffen – eine Software-as-a-Service-Lösung für den effizienten Einkauf von Software-Lizenzen.
Vom ersten Exit zur zweiten Gründung
Nach dem erfolgreichen Verkauf seines ersten Startups Evopark, das er gemeinsam mit seinen damaligen Mitbewohnern gründete und an einen Mittelständler verkaufte, stand Lackinger vor der Frage: Was kommt als nächstes? Die Antwort fand er zusammen mit seinem Co-Gründer Maximilian in einem Problem, das sie aus eigener Erfahrung kannten – dem komplexen und oft ineffizienten Einkauf von Software-Lizenzen in Unternehmen.
Sastrify adressiert genau diese Herausforderung und hilft Unternehmen dabei, ihre Software-Beschaffung zu optimieren, Kosten zu sparen und den Überblick über ihre SaaS-Landschaft zu behalten.
Learnings aus der ersten Gründung
Bei der zweiten Gründung profitierte Lackinger erheblich von den Erfahrungen mit Evopark. Die wichtigsten Unterschiede:
- –Fokussiertes Recruiting: Frühe Einstellungen wurden strategischer angegangen
- –Klarere Aufgabenverteilung zwischen den Gründern von Beginn an
- –Bewusstere Geschäftsmodell-Entwicklung mit Fokus auf nachhaltige Profitabilität
- –Strukturierter Ansatz beim Testen und Erreichen von Product-Market-Fit
Diese Learnings zahlten sich aus: Sastrify konnte kürzlich eine beeindruckende Finanzierungsrunde von 7 Millionen Dollar abschließen, an der unter anderem HV Capital und zwei der FlixBus-Gründer beteiligt waren.
Der strategische Einsatz von 7 Millionen Dollar
Mit der frischen Finanzierung verfolgt Sastrify klare Ziele. Das Kapital fließt primär in zwei Bereiche: den Aufbau eines starken, internationalen Teams und die Weiterentwicklung des Produkts. Besonders beim Recruiting setzt das Unternehmen auf Remote-First-Strukturen, die es ermöglichen, weltweit die besten Talente zu gewinnen.
Lackinger betont dabei die Bedeutung der richtigen Hiring-Strategie für Early-Stage-Startups: "Wen und wie stelle ich als erstes ein?" ist eine der kritischsten Fragen für jeden Gründer. Bei Sastrify lag der Fokus darauf, Menschen zu finden, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch zur Unternehmenskultur passen.
Remote-First als Wettbewerbsvorteil
Ein besonderer Fokus liegt auf der Remote-Arbeitskultur. Sastrify hat von Anfang an Strukturen geschaffen, die verteiltes Arbeiten nicht nur möglich, sondern effizient machen. Diese Entscheidung eröffnet dem Unternehmen Zugang zu einem globalen Talentpool und ermöglicht es, in mehreren Ländern gleichzeitig zu operieren.
Die Herausforderungen dabei sind real – von unterschiedlichen Zeitzonen über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu kulturellen Unterschieden. Doch die Vorteile überwiegen: Zugang zu den besten Talenten weltweit und die Möglichkeit, näher an verschiedenen Zielmärkten zu sein.
Wann wird Software-Einkauf zum Problem?
Eine zentrale Erkenntnis aus Lackingers Erfahrung: Unternehmen sollten sich bereits früh Gedanken über den systematischen Einkauf von Software-Lizenzen machen. Oft wird dieses Thema unterschätzt, bis die Kosten und die Komplexität überhandnehmen.
Sastrify zeigt, dass auch in scheinbar "langweiligen" B2B-Bereichen innovative Lösungen entstehen können, die echten Mehrwert schaffen. Mit dem richtigen Team, den Learnings aus vorherigen Gründungen und einer klaren Vision lassen sich auch in etablierten Märkten erfolgreiche Unternehmen aufbauen.
Für angehende Gründer bietet Lackingers Geschichte wertvolle Einblicke: Erfolg ist selten ein Zufall, sondern das Ergebnis von Lernen, Anpassen und konsequenter Umsetzung.
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