13. April 2026
Startup-Vertrieb: Fortos Weg vom ersten Kunden zum Enterprise-Unicorn - Michael Wax, Forto
Über diese Episode
Michael Wax von Forto zeigt eindrucksvoll, wie aus einem Startup ohne fertiges Produkt ein Enterprise-Unicorn mit über einer halben Milliarde Investment werden kann. Seine Erfahrungen beim Aufbau der Vertriebsstrukturen bieten wertvolle Einblicke für alle Gründer, die ihre Sales-Organisation skalieren wollen.
Der erste Kunde ohne fertiges Produkt
Forto ermöglicht Unternehmen heute weltweiten Warentransport und bietet Lösungen zur Auswahl und Überwachung der optimalen Supply Chain. Doch wie jedes Startup musste auch Forto bei null anfangen. Die erste entscheidende Frage: Wer war bereit, für eine Lösung zu bezahlen, die noch gar nicht existierte?
Die Antwort zeigt die Kunst des frühen Startup-Vertriebs: Es ging darum, potenzielle Kunden zu identifizieren, die ein so dringendes Problem hatten, dass sie bereit waren, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Diese ersten Kunden wurden zu Partnern in der Produktentwicklung.
Der Sprung zu Enterprise-Kunden
Ein kritischer Wendepunkt für jedes B2B-Startup ist der Übergang von ersten Testkunden zu echten Enterprise-Deals. Bei Forto war dies ein bewusster strategischer Schritt, der das gesamte Geschäftsmodell veränderte.
Der Markt signalisierte seine Bereitschaft für die Lösung durch konkrete Nachfrage und die Bereitschaft von Unternehmen, längerfristige Verträge zu unterschreiben. Diese Entwicklung war entscheidend für die weitere Skalierung des Unternehmens.
Wie sich der ACV entwickelte
Mit dem Fokus auf Enterprise-Kunden veränderte sich auch der Average Contract Value (ACV) von Forto dramatisch. Hochwertigere Lösungen für größere Unternehmen führten zu entsprechend höheren Vertragsvolumen. Diese Entwicklung ist typisch für erfolgreiche B2B-SaaS-Unternehmen, die "upmarket" gehen.
Die Steigerung des ACV hatte direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Vertriebs: Höhere Deals rechtfertigten längere Sales-Zyklen und den Einsatz erfahrener Vertriebsmitarbeiter.
Vom Solo-Sales zum Vertriebsteam
Wie lange Michael Wax den Vertrieb alleine vorangetrieben hat und wann der Übergang zu einem professionellen Sales-Team stattfand, ist eine der häufigsten Fragen von Startup-Gründern. Die Antwort zeigt: Es gibt den richtigen Zeitpunkt, aber er ist für jedes Unternehmen unterschiedlich.
Der Übergang erfordert nicht nur die richtige Timing-Entscheidung, sondern auch die Bereitschaft des Gründers, Kontrolle abzugeben und Vertrauen in andere zu setzen.
Die erste Senior-Vertriebskraft einstellen
Bei der Einstellung der ersten senioren Person für das Vertriebsteam gibt es entscheidende Faktoren zu beachten:
- –Erfahrung in vergleichbaren Märkten und Vertriebszyklen
- –Fähigkeit, Struktur und Prozesse zu entwickeln
- –Cultural Fit mit dem Startup-Umfeld
- –Bereitschaft, selbst aktiv zu verkaufen, nicht nur zu managen
Die richtige erste Senior-Hire im Vertrieb kann den Unterschied zwischen erfolgreicher Skalierung und kostspieligen Fehlentscheidungen ausmachen.
Cross- und Upselling: Customer Success vs. Sales
Eine strategische Entscheidung, die viele Unternehmen beschäftigt: Wo liegt der Fokus für Cross- und Upselling - im Customer Success oder im Sales-Team?
Bei Forto zeigt sich, wie wichtig diese Entscheidung für das Wachstum ist. Die richtige Zuordnung beeinflusst nicht nur die Umsatzentwicklung, sondern auch die Kundenzufriedenheit und Retention. Die Antwort hängt von der Komplexität der Produkte, der Länge der Kundenbeziehungen und den internen Ressourcen ab.
Learnings für Startup-Gründer
Michael Wax' Erfahrungen bei Forto bieten konkrete Handlungsempfehlungen:
- –Erste Kunden können auch ohne fertiges Produkt gewonnen werden
- –Der Übergang zu Enterprise-Kunden erfordert strategische Planung
- –Die erste Senior-Vertriebskraft sollte sorgfältig ausgewählt werden
- –Cross- und Upselling-Strategien müssen zur Unternehmensstruktur passen
Der Weg von Forto zeigt: Erfolgreicher Startup-Vertrieb ist weniger Kunst als systematisches Vorgehen. Mit der richtigen Strategie und den passenden Mitarbeitern lassen sich auch komplexe B2B-Märkte erfolgreich erschließen.
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