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13. April 2026

So viel verdienen Europas Gründer (Spoiler: CPOs verdienen am meisten)

Über diese Episode

Eine neue Studie von Creandum bringt Licht ins Dunkel der europäischen Gründergehälter. Die Analyse von über 680 Gründern zeigt überraschende Erkenntnisse – und räumt mit so mancher Annahme auf.

Die Realität der Gründergehälter in Europa

Wie viel sollten Gründer eigentlich verdienen? Diese Frage beschäftigt viele Entrepreneure, besonders in den frühen Phasen ihres Startups. Der umfassende Report von Creandum liefert erstmals konkrete Zahlen und zeigt deutliche Unterschiede je nach Finanzierungsphase, Branche und Standort.

Der Median der Gründergehälter variiert erheblich zwischen den verschiedenen Entwicklungsstadien. Interessant dabei: Bootstrap-Founder verdienen oft ähnlich viel wie Seed-Founder, was zeigt, dass nicht immer externes Kapital der entscheidende Faktor für die Gehaltshöhe ist.

Finanzierungsphase bestimmt das Gehalt

Die Daten zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Finanzierungsphase und Vergütung. Von Pre-Seed bis Series B entwickeln sich die Gründergehälter kontinuierlich nach oben. Dabei spielen nicht nur die Funding-Summen eine Rolle, sondern auch die Teamgröße hat direkten Einfluss auf die Gehaltshöhe.

Mit wachsender Teamgröße steigen auch die Verantwortung und entsprechend die Vergütung der Gründer. Dies spiegelt die zunehmende Komplexität der Unternehmensführung wider, wenn aus einem kleinen Startup ein größeres Unternehmen wird.

Gender Gap auch bei Gründergehältern

Ein wichtiger Aspekt der Studie betrifft die Compensation-Unterschiede zwischen Gründern und Gründerinnen. Die Daten zeigen, dass auch im Startup-Bereich ein Gender Gap bei der Vergütung existiert, was die Notwendigkeit für mehr Bewusstsein und aktive Gegenmaßnahmen unterstreicht.

Equity als langfristiger Vermögensaufbau

Während das monatliche Gehalt für den Lebensunterhalt wichtig ist, liegt der wahre Vermögensaufbau erfolgreicher Gründer in der Equity. Die Studie zeigt deutlich, dass Unternehmensanteile und Secondaries langfristig deutlich wichtiger sind als das regelmäßige Gehalt.

Dieser Aspekt wird oft unterschätzt, ist aber der größte Einnahmepunkt eines erfolgreichen Unternehmens. Gründer sollten daher bei Gehaltsverhandlungen immer auch die Equity-Komponente im Blick behalten.

Geografische und branchenspezifische Unterschiede

Nicht alle Regionen und Branchen zahlen gleich. Die Creandum-Studie deckt deutliche Unterschiede auf, je nachdem wo sich das Startup befindet und in welchem Sektor es tätig ist. Diese Erkenntnisse sind besonders wertvoll für Gründer, die ihre Gehaltserwartungen realistisch einordnen möchten.

Standort und Branche haben direkten Einfluss auf die Vergütungsstrukturen, was bei der Planung und Budgetierung berücksichtigt werden sollte.

Die überraschende Rolle des CPO

Eine der interessantesten Erkenntnisse der Studie: Der CEO hat nicht zwingend immer das höchste Gehalt im Gründerteam. Tatsächlich verdient der Chief Product Officer (CPO) mittlerweile oft mehr als der CEO selbst.

Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Bedeutung der Produktentwicklung in technologiegetriebenen Startups wider. In einer Zeit, in der Produktexzellenz über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, werden die Verantwortlichen für diese Bereiche entsprechend entlohnt.

Praktische Einordnung für Gründer

Die Studie bietet Gründern eine wertvolle Orientierung für die eigene Gehaltseinordnung. Statt auf Bauchgefühl zu setzen, können konkrete Benchmarks herangezogen werden, die verschiedene Faktoren berücksichtigen:

  • Finanzierungsphase des Unternehmens
  • Größe des Teams
  • Geografischer Standort
  • Branchenzugehörigkeit
  • Rolle im Gründerteam

Diese datengetriebene Herangehensweise hilft nicht nur bei der eigenen Gehaltsbestimmung, sondern auch bei Gesprächen mit Investoren und Co-Gründern.

Fazit: Realistische Erwartungen entwickeln

Der Creandum-Report liefert erstmals fundierte Daten zu einem Thema, das oft von Spekulationen geprägt ist. Für Gründer bedeutet dies die Möglichkeit, realistische Gehaltserwartungen zu entwickeln und strategische Entscheidungen auf Basis konkreter Marktdaten zu treffen.

Dabei sollte nie vergessen werden: Das monatliche Gehalt ist nur ein Baustein der Gesamtvergütung. Langfristig entscheidet die Equity über den wahren finanziellen Erfolg eines Gründers.

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