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13. April 2026

So hat SoSafe die ersten 10M ARR erreicht | Junior vs. Senior Recruiting in der Frühphase | Investorenauswahl | Marken- und Vertrauensaufbau für Kundenakquise – Niklas Hellemann, SoSafe

Über diese Episode

Stell dir vor, dein Azubi klickt eine Phishing-Mail an, doch statt versehentlich Hunderttausende Euro zu überweisen, stellt es sich als Übung heraus. Genau das macht SoSafe – das Unternehmen simuliert Cyberangriffe, um Mitarbeitende für IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Mitgründer Niklas Hellemann teilt wertvolle Einblicke über den Aufbau des Unternehmens und den Weg zu 10 Millionen ARR.

Die Zielgruppe: Wer braucht SoSafe?

SoSafe richtet sich primär an Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden durch regelmäßige Security-Trainings vor Cyberangriffen schützen wollen. Die Bedeutung solcher Trainings wird oft unterschätzt – dabei sind menschliche Fehler nach wie vor das größte Einfallstor für Cyberkriminelle.

Die Wunschkunden von SoSafe sind Unternehmen, die verstanden haben, dass IT-Sicherheit nicht nur eine technische, sondern vor allem auch eine menschliche Herausforderung ist. Durch simulierte Phishing-Angriffe und anschließende Schulungen werden Mitarbeitende sensibilisiert und das Sicherheitsbewusstsein geschärft.

Der Weg zur ersten Million ARR

Der Aufbau von SoSafe war kein Zufallsprodukt. Die ersten Kunden bestätigten bereits früh den Product Market Fit, den das Unternehmen heute hat. Doch wie schafft man es von null auf die erste Million ARR?

Hellemann betont, dass der Schlüssel in der konsequenten Fokussierung auf das Kundenproblem lag. Anstatt ein Produkt zu entwickeln und dann nach Kunden zu suchen, haben sie von Anfang an eng mit potenziellen Nutzern zusammengearbeitet und deren Feedback in die Produktentwicklung einfließen lassen.

Team-Aufbau: Juniors vs. Seniors in der Frühphase

Eine zentrale Frage für viele Startups: Sollte man in der Frühphase eher erfahrene Senior-Kräfte oder günstigere Junior-Mitarbeitende einstellen? SoSafe hat hier einen pragmatischen Ansatz gewählt.

Die Ausdifferenzierung verschiedener Rollen erfolgte schrittweise, je nach den Anforderungen des wachsenden Unternehmens. Dabei wurde bewusst eine Mischung aus erfahrenen Kräften und Nachwuchstalenten aufgebaut. Seniors bringen die nötige Erfahrung mit, um komplexe Herausforderungen zu meistern, während Juniors oft frische Perspektiven und Motivation einbringen.

Die Transformation: Von 1 Million zu 10 Millionen ARR

Was ändert sich für ein Startup in der Phase zwischen 1 Million und 10 Millionen ARR? Laut Hellemann ist dies eine der kritischsten Wachstumsphasen, in der sich fast alles verändert.

Die Herausforderungen werden komplexer: Prozesse müssen skaliert, Teams strukturiert und neue Märkte erschlossen werden. Was in der Anfangsphase noch informell funktionierte, muss nun systematisiert und professionalisiert werden. Gleichzeitig darf die ursprüngliche Agilität und der Gründergeist nicht verloren gehen.

Investorenauswahl: Learnings für andere Gründer

Bei der Frage nach der Investorenauswahl gibt Hellemann praktische Ratschläge für Gründer, die sich gerade in der ersten oder zweiten Finanzierungsrunde befinden. Rückblickend würde er bei den heutigen Investorengeldern einiges anders machen.

Der Fokus sollte nicht nur auf der Höhe der Finanzierung liegen, sondern vor allem auf dem strategischen Mehrwert, den Investoren mitbringen. Erfahrung in der jeweiligen Branche, ein starkes Netzwerk und die Bereitschaft, langfristig zu unterstützen, sind oft wertvoller als ein paar Euro mehr.

Marken- und Vertrauensaufbau ohne präsente Gründer

Eine besondere Herausforderung für SoSafe: Wie baut man eine starke Marke auf, wenn die Gründer selbst kaum in der Öffentlichkeit präsent sind? Die Lösung liegt in einer durchdachten Brand-Strategie, die auf Vertrauen und Expertise setzt.

SoSafe konzentriert sich darauf, durch qualitativ hochwertige Inhalte, Thought Leadership und konsequente Kundenorientierung Awareness und Vertrauen bei der Zielgruppe aufzubauen. Dabei steht nicht die Person des Gründers im Vordergrund, sondern die Lösung und der Mehrwert für den Kunden.

Culture und Performance: Menschen im Mittelpunkt

Zum Abschluss teilt Hellemann seine Empfehlungen zu Unternehmenskultur und Performance-Management. Gerade in der Cybersecurity-Branche, wo Vertrauen essentiell ist, spielt die Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle.

Der Fokus liegt darauf, Menschen kennenzulernen und eine Kultur zu schaffen, in der Performance und menschliche Werte Hand in Hand gehen. Nur so lässt sich langfristig ein erfolgreiches und nachhaltiges Unternehmen aufbauen, das sowohl Mitarbeitende als auch Kunden überzeugt.

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