13. April 2026
Johann König: Umgang mit dem Hochstaplersyndrom
Über diese Episode
Das Hochstaplersyndrom kennen fast alle Gründer und Unternehmer: Dieses nagende Gefühl, nicht qualifiziert genug zu sein, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben oder früher oder später als Betrüger entlarvt zu werden. Johann König, einer der erfolgreichsten Galeristen der Welt, gibt in diesem Podcast-Ausschnitt ehrliche Einblicke in seinen Umgang mit diesen Selbstzweifeln.
Von der Schule zur eigenen Galerie
Johann Königs Geschichte ist außergewöhnlich: Mit nur 18 Jahren, kurz vor dem Abitur, eröffnete er seine erste Galerie in Berlin. Eine Entscheidung, die aus heutiger Sicht mutig erscheint, damals aber wohl eher aus der Not heraus geboren wurde. Seine Autobiografie trägt den passenden Titel "Blinder Galerist" – ein Verweis sowohl auf seine Sehbehinderung als auch auf das Gefühl, sich in unbekanntes Terrain zu wagen.
Circa 20 Jahre später hat König bewiesen, dass sein früher Sprung ins kalte Wasser nicht nur Mut, sondern auch Weitblick war. Er gehört heute zu den einflussreichsten Figuren der internationalen Kunstszene.
Wenn sich Erfolg nicht "richtig" anfühlt
Trotz seines objektiven Erfolgs kennt auch König das Gefühl, sich nicht bereit oder qualifiziert genug zu fühlen. In dem Podcast-Ausschnitt aus dem Jahr 2021 spricht er offen über seinen Umgang mit dem Hochstaplersyndrom – ein Thema, das gerade für Gründer hochrelevant ist.
Die zentrale Frage, die viele Unternehmer umtreibt: "Wie gehe ich damit um, wenn ich mich nicht bereit fühle?" König zeigt in seinem Ansatz, dass es weniger darum geht, diese Gefühle zu eliminieren, sondern einen konstruktiven Umgang damit zu finden.
Praktische Erkenntnisse für Gründer
Königs Erfahrungen bieten wertvolle Lektionen für jeden, der ein Unternehmen aufbaut oder führt:
Früh anfangen ist besser als perfekt vorbereitet sein: Seine Entscheidung, bereits mit 18 Jahren eine Galerie zu eröffnen, zeigt, dass der "richtige" Zeitpunkt oft nie kommt. Manchmal muss man einfach beginnen und dabei lernen.
Selbstzweifel sind normal: Auch nach 20 Jahren Erfolg beschäftigen König noch Momente der Unsicherheit. Das macht ihn nicht zu einem Hochstapler, sondern zu einem reflektierten Unternehmer.
Authentizität als Stärke: Der Titel seiner Autobiografie – "Blinder Galerist" – zeigt, wie König vermeintliche Schwächen zu Stärken macht und authentisch mit seinen Herausforderungen umgeht.
Warum dieses Thema jeden Gründer betrifft
Das Hochstaplersyndrom ist besonders in der Startup-Welt verbreitet. Gründer müssen ständig in Rollen schlüpfen, für die sie sich nicht vollständig qualifiziert fühlen – sei es als CEO, Verkäufer, Produktentwickler oder Visionär. Königs Offenheit zu diesem Thema zeigt, dass selbst die erfolgreichsten Unternehmer mit diesen Gefühlen kämpfen.
Seine Geschichte macht Mut: Es geht nicht darum, sich immer bereit zu fühlen. Es geht darum, trotz Unsicherheit zu handeln und dabei zu wachsen. Genau das unterscheidet erfolgreiche Gründer von denen, die ewig auf den perfekten Moment warten.
Dieser Podcast-Ausschnitt aus dem ursprünglichen Interview von 2021 bietet einen wertvollen Einblick in die Psychologie des Unternehmertums – ehrlich, direkt und ohne Beschönigung.
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