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13. April 2026

Serienunternehmer & Investorin: So haben diese beiden Co-Founder sich gefunden - Elisabeth L'Orange & Heiko Hubertz, Oxolo

Über diese Episode

Wenn ein erfahrener Seriengründer und eine Ex-Investorin aufeinandertreffen, entsteht nicht automatisch ein perfektes Gründer-Duo. Heiko Hubertz und Elisabeth L'Orange von Oxolo zeigen jedoch, wie man methodisch den richtigen Co-Founder findet – und dabei beide Seiten ihre Due Diligence machen.

Von der Kinder-App zum B2B-KI-Tool

Oxolo startete mit einer völlig anderen Vision: Eine Kinder-App sollte KI-generierte Superhelden zum besten Freund der Sprösslinge machen. Das Problem? Kinder nutzen selten perfekte Wörterbuch-Vokabeln, was die KI-Technologie vor unerwartete Herausforderungen stellte.

Heute hat sich das Startup komplett neu erfunden und sorgt mit KI-generierten Produkt- und Trainingsvideos für zufriedene B2B-Kunden. Nach einer erfolgreichen Series A konzentriert sich das Team nun darauf, Marketing und Vertrieb weiter voranzubringen. Mehrere Hunderttausend Nutzer hat Oxolo inzwischen – doch die Enterprise-Kunden verlangen dem Team einiges ab.

Die systematische Co-Founder-Suche

Heiko Hubertz wollte bei seiner dritten Gründung bewusst eine Co-Founderin an seiner Seite. Seine Herangehensweise war dabei alles andere als zufällig: Er ließ Elisabeth durch ein regelrechtes Assessment Center laufen. Gleichzeitig machte die erfahrene Ex-Investorin ihre eigene Due Diligence – schließlich hatte sie bereits als Partnerin bei einem VC gearbeitet und wusste genau, worauf es ankommt.

"Was hat Lis trotz festem Job und Partner-Track im VC an der Co-Founder-Stelle gereizt?" Diese Frage zeigt, dass auch eine etablierte Investorin bereit war, den sicheren Weg zu verlassen für die richtige Gründungschance.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Co-Founder

Bei der Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Gründern spielen andere Faktoren eine Rolle als bei Erstgründern. Heiko und Elisabeth haben sich bewusst die Zeit genommen zu prüfen, ob sie miteinander arbeiten wollen. Dieser Prozess dauerte mehrere Monate – eine Investition, die sich ausgezahlt hat.

Ein wichtiger Aspekt ist die klare Rollenverteilung: Die beiden sprechen von "Außenminister- und Innenminister-Rollen" im Business. Diese Trennung hilft dabei, Kompetenzen optimal zu nutzen und Konflikte zu vermeiden.

Co-Founder Incentivierung in der Praxis

Ein heikles Thema ist immer die Beteiligung des Co-Founders. Wie wurde Elisabeth bei Oxolo beteiligt? Diese Frage beschäftigt viele Gründer, die später einen Co-Founder ins Boot holen wollen. Die Lösung von Heiko und Elisabeth zeigt, dass auch bei bereits gestarteten Unternehmen faire Vereinbarungen möglich sind.

Wann ist ein Pivot sinnvoll?

Der Schwenk von der Kinder-App zum B2B-SaaS-Tool war für Oxolo ein entscheidender Moment. Frühe Pivots können erfolgversprechend sein, wenn man erkennt, dass der ursprüngliche Markt nicht funktioniert. Die beiden Gründer hatten mehrere Optionen für ein neues Produkt und entschieden sich bewusst für den B2B-Bereich.

Bei B2B-SaaS gelten andere Regeln als im Consumer-Bereich. Die Eigenheiten dieses Marktes verlangen eine andere Herangehensweise beim Ideal Customer Profile (ICP) und Product Market Fit. Oxolo musste lernen, aus welchen Gründen Kunden bei ihnen kaufen und wie man diese Erkenntnisse in der Produktentwicklung umsetzt.

Interne Kommunikation und Remote-Arbeit

Trotz aller Digitalisierung und KI-Tools haben Heiko und Elisabeth eine klare Meinung zu Remote-Arbeit: "Würden nie wieder eine Remote Firma gründen." Diese Aussage überrascht in Zeiten, in denen viele Startups vollständig remote arbeiten.

Für eine funktionierende interne Kommunikation haben sie eigene Mechanismen entwickelt. Besonders spannend: Sie nutzen ihre eigene Technologie auch intern für verschiedene Use Cases.

Aktuelle Herausforderungen

Die aktuellen Themen, die Oxolo beschäftigen, spiegeln die typischen Herausforderungen eines wachsenden B2B-SaaS-Unternehmens wider. Nach der Series A geht es darum, die Skalierung voranzutreiben, ohne die Qualität zu verlieren. Enterprise-Kunden haben hohe Ansprüche, und das Team muss diesen gerecht werden.

Die Geschichte von Heiko und Elisabeth zeigt: Ein systematischer Ansatz bei der Co-Founder-Suche, klare Rollenverteilung und die Bereitschaft zum Pivot können entscheidend für den Erfolg sein. Ihre Erfahrungen bieten wertvolle Einblicke für alle, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen.

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