13. April 2026
Katharina Riederer, eco.mio: Nachhaltiges Geschäftsreisen trotz Corona-Krise
Über diese Episode
Katharina Riederer hat sich mit eco.mio einem Problem verschrieben, das auf den ersten Blick zur Unzeit kam: nachhaltiges Geschäftsreisen. Als Mitgründerin und CEO entwickelte sie eine Plattform, die Unternehmen dabei hilft, ihre Geschäftsreisen klimafreundlicher zu gestalten – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Corona die gesamte Travel-Industrie lahmlegte.
Die Vision: Anreize für nachhaltiges Reisen schaffen
eco.mio wickelt nicht nur die Reiseplanung und -buchung für Unternehmen ab, sondern schafft gezielt Anreize für Mitarbeiter, klimafreundlichere Entscheidungen zu treffen. Das Besondere: Angestellte können für nachhaltige Reiseentscheidungen sogar finanziell belohnt werden. Ein cleverer Ansatz, der das oft abstrakte Thema Nachhaltigkeit in konkrete, messbare Vorteile übersetzt.
Corona-Krise mitten in der Gründung
Die Timing-Herausforderung war immens. Während andere Startups bereits etabliert waren und die Pandemie als externe Disruption erlebten, traf sie eco.mio mitten in der Gründungsphase. Wie geht man damit um, wenn das eigene Geschäftsmodell plötzlich in Frage gestellt wird, bevor es überhaupt richtig anlaufen konnte?
Riederer musste schnell lernen, was viele Gründer in Krisenzeiten durchmachen: Pivotieren oder durchhalten? Die Geschäftsreiseindustrie war praktisch über Nacht zum Erliegen gekommen. Doch anstatt das Handtuch zu werfen, nutzte das Team die Zeit, um ihr Produkt weiterzuentwickeln und sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten.
Partnerschaften als Erfolgsfaktor
Ein zentraler Baustein von eco.mios Strategie sind strategische Partnerschaften. In einer Branche, die stark von etablierten Akteuren geprägt ist, muss ein Startup clevere Allianzen eingehen, um Zugang zu Kunden und Markt zu bekommen. Wie diese Partnerschaften konkret aussehen und funktionieren, zeigt, dass erfolgreiche B2B-Startups selten als Einzelkämpfer agieren.
Die Rolle des Netzwerkens
Für Riederer spielt Netzwerken eine entscheidende Rolle – nicht als oberflächliches Networking-Event-Hopping, sondern als strategisches Instrument zum Aufbau echter Geschäftsbeziehungen. Gerade in einer Branche wie dem Geschäftsreisen, wo Vertrauen und persönliche Kontakte entscheidend sind, können die richtigen Verbindungen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Zukunft der Geschäftsreisen
Die spannende Frage ist: Wie werden Geschäftsreisen in Zukunft aussehen? Corona hat vielen Unternehmen gezeigt, dass nicht jedes Meeting eine Reise erfordert. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit. eco.mio positioniert sich genau an diesem Schnittpunkt: Weniger, aber dafür bewusstere und nachhaltigere Geschäftsreisen.
Die Business-Travel-Industrie wird sich nach der Corona-Krise fundamental wandeln müssen. Unternehmen werden kritischer hinterfragen, welche Reisen wirklich notwendig sind. Diejenigen Reisen, die stattfinden, sollen dann aber umso nachhaltiger gestaltet werden.
Lessons Learned für Gründer
Riederers Geschichte zeigt einige wichtige Lektionen für angehende Gründer:
- –Timing ist nicht alles: Auch wenn die äußeren Umstände schlecht sind, kann die richtige Idee zur richtigen Zeit reifen
- –Krisen als Chance nutzen: Stillstandszeiten können Entwicklungszeiten sein
- –Partnerschaften sind entscheidend: Besonders in etablierten Branchen braucht man starke Allianzen
- –Netzwerken strategisch angehen: Echte Beziehungen aufbauen, nicht nur Visitenkarten sammeln
Die Geschichte von eco.mio beweist, dass auch in schwierigen Zeiten innovative Geschäftsmodelle entstehen können – vorausgesetzt, man hat die Ausdauer und den Mut, auch dann weiterzumachen, wenn die Rahmenbedingungen alles andere als ideal sind.
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