13. April 2026
Inkubiert Project A mit dem Studio jetzt wieder? mit Florian Heinemann & Philipp Werner, Project A
Über diese Episode
Project A kehrt zu seinen Wurzeln zurück – zumindest auf den ersten Blick. Der 2012 von Ex-Rocket Internet Veteranen gegründete Frühphasen-Fonds hat kürzlich seine Studio Initiative für Teams angekündigt, die Ideen validieren wollen. Das wirft die Frage auf: Geht Project A wieder zurück an den Ursprung und inkubiert jetzt wieder Firmen?
Philipp Werner und Florian Heinemann klären im Gespräch mit Fabian auf, was es mit dem neuen Studio-Ansatz auf sich hat und wie sich dieser von traditionellen Inkubationsmodellen unterscheidet.
Von Rocket Internet zu Project A: Die Evolution eines Venture-Ansatzes
Project A hat sich über die letzten 12 Jahre zu einem der führenden deutschen Frühphasen-Fonds für Seed und Series A entwickelt. Die Gründer bringen dabei ihre Erfahrungen aus der Rocket Internet-Zeit mit, haben aber bewusst einen anderen Weg eingeschlagen.
Die neue Studio Initiative markiert nicht etwa eine Rückkehr zum alten Inkubationsmodell, sondern eine Weiterentwicklung des bestehenden Ansatzes. Während traditionelle Inkubatoren oft eigene Ideen entwickeln und dann Teams dafür suchen, setzt Project A Studio konsequent auf Gründerzentrierung.
Gründerzentrierung im Fokus: Wie Project A Studio funktioniert
Der entscheidende Unterschied liegt im Ansatz: Project A Studio arbeitet mit Teams zusammen, die bereits eigene Ideen mitbringen und diese validieren wollen. Es geht nicht darum, vorgefertigte Konzepte umzusetzen, sondern bestehende Gründerteams mit operativer Unterstützung und Zugang zu einem breiten Netzwerk zu fördern.
Die Rahmenbedingungen für teilnehmende Gründer sind dabei klar strukturiert. Teams erhalten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem Zugang zu Project As operativem Know-how und Netzwerk. Der Deal ist dabei so gestaltet, dass saubere Cap Tables entstehen – ein wichtiger Faktor für spätere Finanzierungsrunden.
Pre-Seed Investing: Mehr als nur das Team
Ein interessanter Aspekt ist Project As Investmentphilosophie: Während viele Pre-Seed Investoren hauptsächlich auf das Team setzen, berücksichtigt Project A auch Märkte und Makro-Trends als wichtige Erfolgsfaktoren. Diese ganzheitliche Betrachtung fließt auch in die Studio-Initiative ein.
Die Portfolio-Konstruktion folgt dabei klaren Strategien. Es geht nicht nur darum, vielversprechende Teams zu identifizieren, sondern auch die richtigen Marktbedingungen und Timing-Aspekte zu berücksichtigen.
Generationenwechsel und neue Benchmarks
Project A durchläuft derzeit einen Generationenwechsel, der sich auch in den Investmentansätzen widerspiegelt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben zu verfeinerten Benchmarks geführt, besonders im Bereich der Umsatzentwicklung in der Frühphase.
Diese Evolution zeigt sich auch in der Ticket-Verteilung: Durch das Studio verschiebt sich ein Teil der Investments stärker in Richtung Pre-Seed, ohne jedoch die etablierten Seed- und Series A-Aktivitäten zu vernachlässigen.
Prinzipien beim Venture-Fond-Aufbau
Die wichtigsten Prinzipien beim Aufbau eines erfolgreichen Venture-Fonds kristallisieren sich aus den Erfahrungen heraus: Konsistenz im Ansatz, klare Positionierung am Markt und die Fähigkeit, Potenziale früh zu erkennen und zu fördern.
Dabei spielt die operative Unterstützung eine zentrale Rolle. Project A Studio bietet Teams nicht nur Kapital, sondern vor allem praktische Hilfe bei der Umsetzung ihrer Ideen.
Fazit: Evolution statt Revolution
Project A Studio ist weniger eine Rückkehr zu alten Inkubationsmodellen als vielmehr eine logische Weiterentwicklung des bestehenden Ansatzes. Die Gründerzentrierung bleibt dabei das zentrale Element – ergänzt um strukturierte Unterstützung bei der Ideenvalidierung.
Für Gründer bedeutet das: Wer eine Idee hat und diese systematisch validieren möchte, findet in Project A Studio einen Partner, der sowohl das nötige Know-how als auch das Netzwerk mitbringt, um aus einer Idee ein erfolgreiches Startup zu entwickeln.
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