13. April 2026
Gründung nach dem Doktor & B2B SaaS in der Automobilbranche – mit Michael Baumann von twaice
Über diese Episode
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Universitäten werden viel zu selten in erfolgreiche Unternehmen überführt – obwohl Doktoranden statistisch gesehen deutlich höhere Erfolgschancen haben als andere Gründer:innen. Michael Baumann von twaice ist ein Paradebeispiel dafür, wie es richtig funktioniert.
Von der Wissenschaft zum Deeptech-Startup
Mit twaice verfolgt Michael Baumann ein klares Ziel: Die Unsicherheiten von Batterien entlang ihres gesamten Lebenszyklus zu beseitigen. Das Deeptech-Unternehmen hat sich auf die Automobilbranche spezialisiert und entwickelt Software-Lösungen, die Batterieperformance vorhersagbar machen.
Die Besonderheit bei twaice: Als Deeptech-Unternehmen kann das Startup nicht organisch wachsen, sondern ist auf externe Kapitalzufuhr angewiesen – sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Marktdurchdringung in der traditionell schwer zugänglichen Automobilbranche.
Die Herausforderungen wissenschaftlicher Gründer
Eine zentrale Frage bei wissenschaftlichen Gründungen ist die Teamzusammensetzung: Braucht es zwingend einen Business Co-Founder? Michael Baumann teilt seine Erfahrungen zur Aufgabenverteilung und Struktur bei twaice, wo mittlerweile über 100 Mitarbeitende beschäftigt sind.
Die Umstellung von der universitären Welt zur Startup-Realität bringt spezielle Herausforderungen mit sich. Wissenschaftliche Gründer müssen nicht nur ihre Expertise in marktfähige Produkte übersetzen, sondern auch völlig neue Kompetenzen in Bereichen wie Vertrieb, Unternehmensführung und Skalierung entwickeln.
Enterprise Sales in der Automobilbranche
Besonders interessant ist der Einblick in twaices Enterprise Sales-Prozess. Die Automobilbranche ist bekannt für ihre langen Entscheidungszyklen und hohen Sicherheitsanforderungen. Michael Baumann erklärt, wie lange ein typischer Sales-Cycle bei twaice dauert und wie das Unternehmen seine Sales-Organisation aufgebaut hat.
Die Frage der Markterschließung ist dabei zentral: Inwieweit hat twaice einen komplett neuen Markt geschaffen, und wie herausfordernd sind die Kunden in der traditionellen Automobilindustrie?
Skalierung und Organisationsaufbau
Mit dem Wachstum auf über 100 Mitarbeitende entstehen neue Herausforderungen. Michael Baumann gibt Einblicke in die Verteilung der Teams: Welchen Anteil nimmt die Sales-Organisation ein, und wie sind die "restlichen" Mitarbeitenden bei twaice organisiert?
Die persönlichen Herausforderungen als wissenschaftlicher Gründer werden dabei nicht ausgespart. Der Übergang von der Einzelforschung zur Führung eines schnell wachsenden Teams erfordert völlig neue Fähigkeiten.
Contrarian Views und praktische Ratschläge
Besonders wertvoll sind Michael Baumanns contrarian views: Bei welchen weitverbreiteten Startup-Weisheiten ist er anderer Meinung und warum? Diese Perspektive eines erfolgreichen Deeptech-Gründers bietet wichtige Alternative zu gängigen Silicon Valley-Mantras.
Zudem teilt er ehrlich mit, welchen Rat er häufig gibt, aber selbst schwer befolgen kann – ein Einblick in die menschliche Seite des Gründerdaseins.
Effizienz und Zukunftsperspektiven
Die Diskussion über Gesamteffizienz zeigt: Auch erfolgreiche Startups sehen noch Verbesserungspotential. Michael Baumann reflektiert offen über die aktuellen Schwächen und zukünftigen Optimierungsmöglichkeiten bei twaice.
Abschließend gibt er seinen Blick auf die Startup-Szene preis: Was würde er ändern, wenn er könnte? Diese Perspektive eines erfahrenen B2B-SaaS-Gründers in einem traditionellen Industrieumfeld bietet wichtige Impulse für andere wissenschaftliche Gründer:innen.
Die Geschichte von twaice zeigt: Wissenschaftliche Gründungen haben enormes Potential – wenn die richtigen Strukturen und das passende Mindset vorhanden sind.
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