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13. April 2026

Actio Insolvenz: Darum ging das Startup dieses Seriengründers pleite | Profitable Geschäftsmodelle | Tipps zur Investorensuche

Über diese Episode

Von Lieferheld bis zur Insolvenz: Nikita Fahrenholz' Gründerreise

Nikita Fahrenholz ist ein Name, der in der deutschen Startup-Szene nicht unbekannt ist. Als Seriengründer hat er in den letzten 12 Jahren alle Höhen und Tiefen des Unternehmertums erlebt: Von erfolgreichen Exits bis hin zur schmerzhaften Insolvenz seines vielversprechenden Startups Actio.

Die Achterbahnfahrt eines Seriengründers

Fahrenholz' Karriere begann mit Lieferheld, das später mit Delivery Hero fusionierte – ein durchaus erfolgreicher Start in die Gründerwelt. Anschließend verkaufte er Book A Tiger an Helpling, was seine Reputation als erfolgreicher Entrepreneur weiter festigte. Doch dann kam Actio, und mit ihm eine der härtesten Phasen seiner Laufbahn.

Was führte zur Actio-Insolvenz?

Die Geschichte von Actio ist besonders interessant, weil sie zeigt, wie schnell sich die Situation eines vielversprechenden Startups ändern kann. In den letzten 12-18 Monaten vor der Insolvenz durchlief das Unternehmen eine kritische Phase, die trotz aller Bemühungen nicht mehr zu retten war.

Ein entscheidender Faktor war der Versuch einer Bridge-Runde zur Rettung des Unternehmens. Bridge-Finanzierungen sind oft der letzte Strohhalm für Startups in finanziellen Schwierigkeiten – eine Art Überbrückungskredit, um Zeit für eine größere Finanzierungsrunde oder einen strategischen Exit zu gewinnen. Bei Actio reichte diese Maßnahme jedoch nicht aus.

Learnings aus 12 Jahren Gründerleben

Aus seinen Erfahrungen – sowohl den Erfolgen als auch den Rückschlägen – hat Fahrenholz wichtige Lehren gezogen, die für andere Gründer von unschätzbarem Wert sind. Diese Erkenntnisse fließen nun in sein aktuelles Projekt Fahrengold ein, das einen völlig anderen Ansatz verfolgt.

Fahrengold: Ein neuer Ansatz zum Wachstum

Mit Fahrengold hat Fahrenholz ein Geschäftsmodell entwickelt, das bereits profitabel wächst. Interessant ist jedoch, dass er trotz der Profitabilität externes Kapital aufnehmen möchte. Diese scheinbar widersprüchliche Strategie zeigt ein reiferes Verständnis von Unternehmensfinanzierung.

Profitable Unternehmen haben bei der Investorensuche eine deutlich stärkere Verhandlungsposition. Sie sind nicht auf das Geld angewiesen, sondern können es strategisch einsetzen, um Wachstum zu beschleunigen oder neue Märkte zu erschließen. Diese Position ermöglicht es, bessere Konditionen auszuhandeln und die richtige Art von Investoren auszuwählen.

Wiederkehrende Themen für Gründer

Aus seinen Erfahrungen leitet Fahrenholz konkrete Ratschläge für andere Gründer ab. Diese Erkenntnisse sind besonders wertvoll, weil sie aus erster Hand stammen und sowohl Erfolge als auch Misserfolge widerspiegeln:

  • Finanzierungsstrategie überdenken: Der Zeitpunkt und die Art der Kapitalbeschaffung können entscheidend sein
  • Profitabilität als Verhandlungsmacht: Profitable Geschäftsmodelle bieten mehr Optionen und bessere Konditionen
  • Lessons Learned umsetzen: Aus Fehlern lernen und diese Erkenntnisse in neue Projekte einfließen lassen

Die Zukunft als Gründer

Trotz der schmerzhaften Erfahrung mit Actio denkt Fahrenholz bereits über neue Gründungen nach. Diese Resilienz ist charakteristisch für erfolgreiche Seriengründer, die Rückschläge als Lernmöglichkeiten betrachten und nicht als Grund aufzugeben.

Seine Geschichte zeigt, dass Unternehmertum ein Marathon ist, kein Sprint. Die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, sich anzupassen und weiterzumachen, unterscheidet erfolgreiche Gründer von denen, die nach dem ersten Rückschlag aufgeben.

Fazit: Scheitern als Teil des Erfolgs

Nikita Fahrenholz' Geschichte ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Scheitern ein integraler Bestandteil des Unternehmertums ist. Die Insolvenz von Actio war sicherlich schmerzhaft, aber die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in Fahrengold ein und machen es zu einem stärkeren, nachhaltigeren Unternehmen.

Für angehende Gründer ist seine Geschichte eine wichtige Erinnerung daran, dass Erfolg und Misserfolg oft nah beieinander liegen – und dass die wertvollsten Lektionen oft aus den schwierigsten Zeiten stammen.

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