15. August 2025
6 Pivots zu $5M ARR | Product-Market Fit finden | Globale Teams aufbauen | KI im Vertrieb: Die Warmly Story - mit Maximus Greenwald
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Über diese Episode
Die Reise zum Product-Market Fit ist selten geradlinig. Maximus Greenwald, Gründer von Warmly.ai, ist das beste Beispiel dafür: Sechs Pivots, über $5M ARR und 60 Mitarbeiter weltweit - seine Geschichte zeigt, wie wichtig Durchhaltevermögen und kontinuierliches Lernen beim Aufbau eines erfolgreichen B2B SaaS-Unternehmens sind.
Die schweren Anfänge: Warum sechs Pivots notwendig waren
Warmly.ai ist heute eine KI-gestützte Sales Enablement Plattform, aber der Weg dorthin war alles andere als einfach. Max und sein Team mussten sechs verschiedene Produktrichtungen ausprobieren, bevor sie ihren aktuellen Product-Market Fit fanden.
Die frühen Tage bei Warmly waren geprägt von Unsicherheit und ständigen Anpassungen. Jeder Pivot brachte neue Erkenntnisse, aber auch die Frage mit sich: Wann sollte man durchhalten und wann ist es Zeit für eine Kurskorrektur?
Max betont eine wichtige Lektion: Lernen ist die einzige Metrik, die immer steigen muss. Während andere KPIs schwanken können, sollte das Verständnis für den Markt, die Kunden und das eigene Produkt kontinuierlich wachsen.
Der entscheidende Pivot: Von der Suche zum Erfolg
Was war der tatsächliche Wendepunkt bei Warmly? Die Antwort liegt in der Fokussierung auf ein konkretes Problem im B2B-Vertrieb. Anstatt weiter nach dem perfekten Produkt zu suchen, konzentrierte sich das Team darauf, ein spezifisches Pain Point ihrer Zielgruppe zu lösen.
Dieser Pivot war nicht nur eine Produktentscheidung, sondern eine fundamentale Verschiebung in der Denkweise: Weg vom "Was können wir bauen?" hin zu "Was braucht der Markt wirklich?"
Remote-First: 60 Mitarbeiter über mehrere Länder führen
Heute beschäftigt Warmly 60 Menschen in verschiedenen Ländern. Max gibt ehrlich zu, dass Remote Work einen Effizienz-Trade-off von 10-15% bedeutet. Dennoch überwiegen für sie die Vorteile:
- –Zugang zu globalen Talenten
- –Kosteneinsparungen
- –Flexibilität für Mitarbeiter
Die größte Herausforderung? Eine Unternehmenskultur über Zeitzonen hinweg aufzubauen. Das Team investiert bewusst in regelmäßige Kommunikation und klare Prozesse, um die räumliche Distanz zu überbrücken.
Sales Evolution: Vom Gründer-Vertrieb zum Team-Sales
Wie entwickelt sich der Vertrieb während des Wachstums? Max beschreibt einen klassischen Übergang: Anfangs verkaufte er als Gründer selbst, später baute das Team strukturierte Vertriebsprozesse auf.
Ein wichtiger Punkt: Marketing sollte den Top-of-Funnel besitzen. Während Sales sich auf die Konvertierung und den Abschluss fokussiert, ist Marketing dafür verantwortlich, qualifizierte Leads zu generieren und die Brand-Awareness zu steigern.
Die Zukunft sieht Max klar in der KI-Unterstützung des Vertriebs. Warmly.ai selbst ist ein Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz Vertriebsteams dabei helfen kann, effizienter und effektiver zu arbeiten.
Co-Founder Dynamics: Rollen und Verantwortlichkeiten
Eine der kritischsten Entscheidungen für jeden Startup ist die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Co-Foundern. Max teilt seine Erfahrungen über:
- –Cross-funktionale Führung: Verschiedene Expertise-Bereiche ergänzen sich
- –Vertrauen aufbauen: Die Basis jeder erfolgreichen Co-Founder-Beziehung
- –Klare Rollentrennung: Wer ist wofür verantwortlich?
Die Herausforderung liegt darin, die Welt zwischen den Gründern aufzuteilen, ohne dass Bereiche durch die Maschen fallen oder sich Zuständigkeiten überschneiden.
Der Weg zu $5M ARR und darüber hinaus
Mit über $5M ARR steht Warmly vor der nächsten Wachstumsphase. Das Unternehmen bereitet sich auf eine Series B vor und plant weitere Expansion.
Ein interessanter Aspekt: Trotz der Remote-First-Mentalität bleibt San Francisco ein wichtiger Standort für das Unternehmen. Die Nähe zu Investoren, Partnern und anderen Tech-Unternehmen bietet weiterhin strategische Vorteile.
Speed und Skalierung: Wie sich das Tempo ändert
Je größer ein Unternehmen wird, desto mehr ändert sich die Geschwindigkeit der Entscheidungen und Implementierungen. Max erklärt, wie sich diese Dynamik bei Warmly entwickelt hat und welche Herausforderungen mit dem Wachstum einhergehen.
Die wichtigste Erkenntnis: Skalierung bedeutet nicht nur mehr Umsatz und mehr Mitarbeiter, sondern auch andere Prozesse, andere Entscheidungsstrukturen und eine andere Art der Führung.
Fazit: Lernen als konstante Erfolgsmetrik
Max Greenwalds Geschichte mit Warmly.ai zeigt: Der Weg zum Erfolg ist selten linear. Sechs Pivots mögen nach vielen Umwegen aussehen, aber jeder einzelne war ein wichtiger Lernschritt.
Für andere Gründer ist die wichtigste Botschaft klar: Lernen ist die einzige Metrik, die konstant steigen sollte. Alles andere - Umsatz, Nutzerzahlen, Finanzierungsrunden - kann schwanken. Aber das Verständnis für den Markt und die eigenen Kunden sollte kontinuierlich wachsen.
Warmly.ai beweist, dass Durchhaltevermögen, kombiniert mit der Bereitschaft zur Anpassung, auch nach mehreren Pivots zum Erfolg führen kann.
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