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13. April 2026

Warum Anti-Stress Bullshit ist: Jacob Drachenberg über echte Stresskompetenz

Über diese Episode

Der andere Blick auf Stress

Stress ist schlecht, Stress macht krank, Stress muss vermieden werden – so lautet die gängige Meinung vieler Coaches und Gurus. Doch was, wenn dieser Ansatz grundfalsch ist? Jacob Drachenberg von der Drachenberg GmbH hat eine radikal andere Sichtweise: Anti-Stress sei der größte Bullshit.

Stress als Werkzeug, nicht als Feind

Statt Stress zu bekämpfen, geht es laut Drachenberg darum, Stresskompetenz zu entwickeln. Der Unterschied ist fundamental: Während Anti-Stress-Ansätze versuchen, Belastungen zu eliminieren, zielt Stresskompetenz darauf ab, produktiv mit ihnen umzugehen.

Die Realität als Gründer oder Führungskraft ist nun mal: Stress gehört dazu. Deadlines, wichtige Entscheidungen, Unsicherheiten – all das lässt sich nicht wegmeditieren oder durch Entspannungstechniken aus der Welt schaffen. Die Frage ist also nicht, wie wir Stress vermeiden, sondern wie wir ihn für uns nutzen können.

Die ersten Schritte zu mehr Stresskompetenz

Wie entwickelt man nun diese Stresskompetenz? Die ersten logischen Schritte sind entscheidend:

Stress als natürliche Reaktion verstehen: Unser Körper ist evolutionär darauf programmiert, auf Herausforderungen mit Stress zu reagieren. Diese Reaktion kann uns helfen, Höchstleistungen zu erbringen – wenn wir sie richtig kanalisieren.

Den eigenen Stresstyp kennenlernen: Nicht jeder reagiert gleich auf Belastungen. Während manche unter Druck aufblühen, werden andere blockiert. Der erste Schritt ist, die eigenen Muster zu erkennen.

Stress dosieren lernen: Zu wenig Stress führt zu Langeweile und Unterforderung, zu viel zu Überforderung und Burnout. Die Kunst liegt darin, das richtige Maß zu finden.

Flow durch den richtigen Stress

Der entscheidende Punkt: Mit der richtigen Menge und Art von Stress können wir uns in den Flow versetzen. Dieser Zustand, in dem wir vollkommen in unserer Tätigkeit aufgehen und Höchstleistungen erbringen, entsteht nicht in der Komfortzone, sondern an deren Rand.

Für Gründer bedeutet das: Statt ständig zu versuchen, Stress zu reduzieren, sollten sie lernen, ihn als Katalysator für Spitzenleistungen zu nutzen. Das Beste aus sich herauszuholen funktioniert nicht ohne eine gewisse Anspannung.

Warum klassische Anti-Stress-Ansätze versagen

Die meisten Anti-Stress-Programme gehen von der falschen Prämisse aus. Sie behandeln Stress als Krankheit, die geheilt werden muss. Dabei übersehen sie, dass moderater, gut dosierter Stress:

  • Die Konzentration schärft
  • Die Kreativität fördert
  • Zu besseren Entscheidungen führt
  • Die Leistungsfähigkeit steigert

Statt Stress zu eliminieren, geht es darum, ihn zu verstehen und gezielt einzusetzen.

Praktische Umsetzung im Gründeralltag

Für den Alltag als Unternehmer bedeutet Drachenbergs Ansatz einen Paradigmenwechsel. Anstatt jede stressige Situation als Problem zu betrachten, wird sie zur Chance für Wachstum und bessere Performance.

Das heißt nicht, dass chronischer Überstress gesund ist. Vielmehr geht es um bewussten, dosierten Einsatz von Stress als Werkzeug für Höchstleistungen. Die Stresskompetenz zu entwickeln ist daher eine der wichtigsten Fähigkeiten für jeden, der im Business erfolgreich sein möchte.

Wer seine Einstellung zu Stress grundlegend überdenkt und lernt, ihn produktiv zu nutzen, verschafft sich einen entscheidenden Vorteil – sowohl im Business als auch im persönlichen Leben.

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